Geburtstag Tradition

Die Tradition, Geburtstag zu feiern 

 

Man könnte vermuten, die Tradition, Geburtstag zu feiern, gehe auf das Christentum zurück, denn schließlich wird zu Weihnachten die Geburt Jesu Christi gefeiert, dem die Heiligen drei Könige anlässlich seiner Geburt Geschenke brachten und auch Pfingsten wird traditionell als Geburtstag der Kirche gefeiert. Dem ist allerdings nicht so. Ursprünglich feierten Katholiken nicht ihren Geburts-, sondern ihren Namenstag.

Als Vorname oder auch Tauf- oder Rufname wurden Mädchen nach einer Heiligen und Jungen nach einem Heiligen benannt, der eine Vorbildfunktion hatte. Für Jungen war es daneben möglich, eine Heilige für den Zweitnamen auszuwählen, wie beispielsweise bei Rainer Maria Rilke. Der Geburtstag galt zu dieser Zeit nicht als Ehrentag, sondern vielmehr als ein zufälliger Tag, zu dem man persönlich nichts beigetragen hatte.

 

Im Gegensatz dazu war der Gedenktag des Heiligen, dessen Namen man trug, ein Grund zum Feiern, denn die Ehrerweisung galt dem Heiligen und dann auch seinem Namensvetter als Nachfolger. Lediglich in höheren Gesellschaftsschichten wurde vereinzelt der Geburtstag gefeiert, allerdings dann meist auch nur runde Geburtstage.

 

Die Tradition, Geburtstag zu feiern, fand im Verlauf eher in evangelischen Gebieten Zuspruch, erst ab den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts setzte sich die Geburtstagsfeier auch bei den Katholiken durch.

 

Heute ist es üblich, den Geburtstag im Kreis der Familie und Freunden zu feiern, weit verbreitet ist zudem, dass das Geburtstagskind beschenkt wird oder seinerseits Geschenke verteilt. Daneben haben sich weitere Bräuche entwickelt, beispielsweise das Singen eines Geburtstagsständchen, das Überbringen von Glückwünschen zum Geburtstag durch persönliche Gratulation oder per Karte, Anruf, Email oder Sms sowie der Geburtstagskuchen.

 

 

Auf diesen werden meist Kerzen platziert, die das Geburtstagkind in einem Atemzug ausblasen muss. Gelingt dies, hat das Geburtstagskind einen Wunsch frei, der in Erfüllung gehen soll, wenn der Wunsch nicht ausgesprochen wird. Eine besondere Bedeutung in Deutschland hat der 18.Geburtstag, daneben werden besonders runde Geburtstage gefeiert, je nach Region teils mit besonderen Gebräuchen.

 

Im Gegensatz dazu gilt das Feiern des Geburtstags im Islam als christlicher oder jüdischer Brauch. Besonders konservative Strömungen verbieten das Feiern des eigenen Geburtstags, als Festtag wird lediglich der Geburtstag von Mohammed zelebriert. Andere Gruppierungen des Islams, etwa die Schiiten im Iran, teilen diese Ansicht nicht und feiern beispielsweise den Geburtstag von Fatima bint Muhammad, der Tochter von Mohammed, als Muttertag.

 

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