Die 6 größten Fehler beim Geschenkgutschein, Teil 1

Die 6 größten Fehler beim Geschenkgutschein, Teil 1

Ein Gutschein ist eigentlich eine ziemlich gute Geschenkidee. Allerdings gibt es ein paar Fettnäpfchen, in die der Schenkende besser nicht tappen sollte.

Steht ein Geburtstag an, stellt sich jedes Mal aufs Neue die Frage nach dem passenden Geschenk. Und bevor auf die Schnelle irgendetwas gekauft wird, mit dem das Geburtstagskind letztlich nichts anfangen kann, ist ein Geschenkgutschein oft die bessere Lösung.

Denn den Gutschein kann das Geburtstagskind einlösen, wann und wofür es will. Noch etwas persönlicher als ein Gutschein aus dem Laden ist ein selbstgemachter Gutschein. Er ermöglicht, etwas zu verschenken, das sonst käuflich nicht zu erwerben ist.

Allerdings lauern beim Gutschein ein paar Stolperfallen, die besser vermieden werden sollten. In einer zweiteiligen Übersicht haben wir die sechs größten Fehler beim Geschenkgutschein zusammengestellt. Und natürlich haben wir auch Tipps parat, wie sich diese Fehler umgehen lassen.

Los geht’s also mit den Fehlern 1 bis 3!

 

Fehler Nr. 1: Der Geschenkgutschein wirkt lieblos.

Ein Geburtstag ist total in Vergessenheit geraten und jetzt muss auf die Schnelle ein Geschenk her. Also geht der Schenkende in den nächstbesten Laden und lässt sich dort einen Gutschein geben. Oder er schnappt sich einen Zettel, schreibt einen Gutscheintext drauf und steckt das Ganze in einen Briefumschlag. – Beim Geburtstagskind wird dieses Geschenk vermutlich nicht allzu gut ankommen, selbst wenn der Gutschein eigentlich einen schönen Inhalt hat.

Denn dem Geburtstagskind wird es nicht entgehen, dass dieses Geschenk nur eine schnelle Notlösung war. Und mal ehrlich: Wer freut sich schon über ein Geschenk, das ganz offensichtlich eine schnelle Notlösung ist?

 

So lässt sich der Fehler umgehen:

Unabhängig davon, ob sich der Schenkende den Geschenkgutschein ganz bewusst ausgedacht oder ob er wirklich auf die Schnelle ein Geschenk gebraucht hat: Der Geschenkgutschein sollte immer wie ein Geschenk daherkommen, bei dem sich der Schenkende etwas gedacht und Mühe gegeben hat. Bei einem Geschenkgutschein zählt deshalb nicht nur der Inhalt, sondern immer auch die Verpackung.

Dabei genügen ein paar Handgriffe, um einem simplen Gutschein eine ansprechende Optik zu verleihen. So kann der Schenkende den Gutschein beispielsweise zusammenrollen, in eine leere Flasche stecken, eine Schleife anbringen und das Ganze als Flaschenpost überreichen. Oder er besorgt einen kleinen Bilderrahmen und verschenkt den Gutschein als originelles Bild. Oder der Schenkende befestigt den Gutschein an einem Schaschlikspieß und steckt ihn in eine Topfpflanze.

Eine leere CD-Hülle, ein kleiner Karton und selbst ein einfacher Briefumschlag verwandeln sich durch ein paar Knöpfe, Federn, Stoffblumen, Aufkleber oder Geschenkbänder in hübsche Geschenkverpackungen. Wichtig ist also, dass der Schenkende darauf achtet, dass der Gutschein inhaltlich und optisch gleichermaßen überzeugt.

 

Fehler Nr. 2: Der Geschenkgutschein ist schlichtweg unpassend.

Der große Vorteil bei einem Gutschein ist, dass der Schenkende die freie Wahl hat, was er damit verschenkt. So bleibt es seiner Entscheidung überlassen, ob er einen Gutschein wählt, den das Geburtstagskind für einen Gegenstand oder eine Dienstleistung einlösen kann, oder ob er etwas Immaterielles wie gemeinsame Zeit, einen Ausflug oder Hilfe im Haushalt verschenkt.

Aber: Auch ein Gutschein kann einen Inhalt haben, der schlichtweg unpassend ist. Verschenkt der Schenkende beispielsweise einen Gutschein für ein romantisches Abendessen zu Zweit beim Lieblingsitaliener um die Ecke, mag das gut gemeint sein. Hat sich das Geburtstagskind aber gerade erst von seinem Partner getrennt, verfehlt der Gutschein seine Wirkung. Ebenso wird das Geburtstagskind nicht sehr erfreut sein, wenn es einen Gutschein für einen gemeinsamen Theaterbesuch bekommt, aber überhaupt nicht gerne ins Theater geht.

 

So lässt sich der Fehler umgehen:

Der Schenkende sollte sich überlegen, womit er dem Geburtstagskind eine echte Freude machen kann. Welche Hobbys hat das Geburtstagskind? Was unternimmt es gerne? Wofür interessiert es sich? Sammelt es etwas? Ergeben sich hier keine Ansatzpunkte, kann sich der Schenkende Gedanken darüber machen, worüber sich das Geburtstagskind immer mal wieder beklagt oder welche Arbeiten es nicht mag.

Hat das Geburtstagskind erwähnt, dass es kaum noch Zeit für sich selbst hat? Hat es erzählt, dass es gerne mal wieder ins Kino möchte oder Lust auf eine Wandertour hätte, aber keine Begleitung findet? Hat sich das Geburtstagskind vielleicht beklagt, dass die ganze Hausarbeit an ihm hängenbleibt? Auch daraus kann sich möglicherweise eine passende Geschenkidee ergeben.

Wichtig ist aber, dass der Schenkende die Lebenssituation und die Eigenarten des Geburtstagskindes im Hinterkopf behält. Es ist eine denkbar schlechte Idee, dem Geburtstagskind beispielsweise einen Gutschein fürs Gassi gehen mit dem Hund zu schenken, wenn der Hund vor kurzem gestorben ist.

 

Fehler Nr. 3: Der Gutschein weckt falsche Erwartungen.

Der Schenkende hat sich viele Gedanken dazu gemacht, womit er dem Geburtstagskind eine Freude machen könnte. Zudem hat er große Mühe gegeben, den Gutschein ansprechend zu gestalten. Allerdings ist der Gutscheintext so formuliert, dass das Geburtstagskind den Inhalt seines Geschenks entweder gar nicht versteht oder aber anders deutet, als er gemeint war.

Ein Beispiel:

Angenommen, der Schenkende überreicht dem Geburtstagskind einen Gutschein, der für eine “ausgedehnte Shoppingtour in Stadt XY” gilt. Was ist mit diesem Gutschein gemeint? Zieht der Schenkende mit Geburtstagskind durch die Läden und schenkt ihm damit den gemeinsamen Ausflug? Kann sich das Geburtstagskind bei der Shoppingtour etwas aussuchen, das der Schenkende bezahlt? Oder finanziert der Schenkende gleich die ganze Shoppingtour? Vielleicht hatte der Schenkende die Idee, gemeinsam mit dem Geburtstagskind gemütlich durch die Fußgängerzone zu bummeln.

Wenn das Geburtstagskind aber davon ausgeht, dass es auf Kosten des Schenkenden einkaufen gehen kann, wird die Enttäuschung vermutlich recht groß sein, wenn der Schenkende sein Geschenk richtigstellt.

In die gleiche Fehlerkategorie gehören vermeintlich witzige Gutscheine. Schreibt der Schenkende beispielsweise in großen Buchstaben “Gutschein für ein romantisches Candle-Light-Dinner” auf den Gutschein und fügt er darunter, in kleiner Schrift “bei einer Familienpackung Tiefkühlpizza” dazu, mag es das eine oder andere Geburtstagskind geben, das diese Idee amüsant findet. Meistens ist der Spaß aber recht schnell verflogen und das Geburtstagskind lächelt nur aus reiner Höflichkeit über das witzige Geschenk.

 

So lässt sich der Fehler umgehen:

Wenn der Schenkende einen selbstgemachten Gutschein verschenkt, sollte er auf eindeutige Formulierungen achten. Er sollte präzise angeben, was er verschenkt. Will er mit dem Geburtstagskind durch die Fußgängerzone schlendern, dann sollte er keine Shoppingtour in Aussicht stellen, sondern schreiben, dass sein Gutschein “für einen gemeinsamen Schaufensterbummel in Stadt XY” gilt.

Zum einen weckt er dadurch keine falschen Erwartungen und beugt Missverständnissen vor. Zum anderen kann er das Geburtstagskind immer noch mit Shopping auf seine Kosten überraschen, wenn die beiden unterwegs sind und sein Budget es hergibt.

Was die lustigen Gutscheine angeht, gilt: Wenn der Schenkende das Geburtstagskind gut kennt und seinen Humor einschätzen kann, kann ein witziger Gutschein eine nette Idee sein.

Allerdings sollte dieser Gutschein dann nicht das eigentliche Geschenk, sondern nur eine spaßige Zugabe sein. Im obigen Beispielfall etwa könnte der Schenkende zuerst den Gutschein für die Tiefkühlpizza überreichen und dann, nach einer kurzen Pause, einen Gutschein für einen Besuch im Lieblingsrestaurant des Geburtstagskindes nachlegen.

Mehr Anleitungen, Vorlagen, Ratgeber und Tipps:

Thema: Die 6 größten Fehler beim Geschenkgutschein, Teil 1

Teilen:

Kommentar verfassen