Kerzen für die Geburtstagsdeko – Infos und Tipps

Kerzen für die Geburtstagsdeko – Infos und Tipps 

Ob auf der Geburtstagstorte oder als Deko auf dem Tisch: Kerzen gehören zu einer Geburtstagsfeier einfach dazu. Doch Kerze ist nicht gleich Kerze!

 

Menschen nutzen Kerzen schon seit über 5.000 Jahren. Hatten die Kerzen früher in erster Linie einen praktischen Nutzen, werden sie heute aber zu dekorativen Zwecken verwendet. Schließlich sorgen Kerzen für ein warmes, stimmungsvolles und lebendiges Licht. Und sie lassen eine Tafel gleich viel festlicher aussehen.

Kein Wunder, dass auch bei der Geburtstagsdeko Kerzen nicht fehlen dürfen. Doch die Auswahl an Kerzen ist riesig.

Welche Kerzenarten es gibt und was beim Aufstellen der Kerzen berücksichtigt werden sollte, erklären die folgenden Infos und Tipps:

 

Kerzen für die Geburtstagsdeko – die verschiedenen Kerzenarten

Dicke Stumpenkerzen, dünne Kerzen für den Kerzenleuchter, Teelichter und Schwimmkerzen: Kerzen gibt es in den verschiedensten Formen, Größen und Farben. Doch die Optik ist längst nicht alles, was Kerzen voneinander unterscheidet.

Auch das Material spielt eine Rolle:

·         Paraffinkerzen werden aus Paraffin hergestellt. Paraffin ist ein Nebenprodukt aus der Erdölindustrie. Paraffinkerzen sind die kostengünstigsten Kerzen. Deshalb werden sie auch als Konsumkerzen bezeichnet. Der Nachteil von Paraffinkerzen ist, dass sie zum Tropfen neigen. Zudem brennen sie recht schnell ab und teilweise rußen sie. Außerdem verformen sie sich leicht, wenn sie an einem zu warmen Ort stehen. Sauber raffiniertes Paraffin nennt sich Ceresin. Dementsprechend sind Ceresinkerzen Kerzen, für die sauber raffinierte Paraffine verwendet wurden.

·         Stearinkerzen bestehen zu etwa 90 Prozent aus pflanzlichen oder tierischen Fetten wie Raps, Soja oder Palmöl. Durch die Materialdichte sind Stearinkerzen recht schwer und formstabil. Sie brennen recht lange, rußen wenig und vertragen auch einmal einen Luftzug. Allerdings zerbrechen Stearinkerzen schnell, wenn sie zu Boden fallen. Außerdem sind sie etwas teurer als Paraffinkerzen.

·         Kompositionskerzen sind Kerzen, die aus einem Gemisch aus Paraffin und Stearin bestehen. Meist beträgt das Mischungsverhältnis 80 Prozent Paraffin und 20 Prozent Stearin.

·         Bienenwachskerzen werden aus Bienenwachs gefertigt. Da Bienenwachs ein natürlicher Rohstoff ist, der nicht in unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht, können Bienenwachskerzen recht teuer sein. Je nach Herkunftsland kann das Bienenwachs zudem mit Pestiziden belastet sein. Ratsam ist deshalb, solche Kerzen beim heimischen Imker zu kaufen. Bienenwachs ist recht zähflüssig und steigt nur mühsam am Docht hoch. Deshalb ist die Flamme bei Bienenwachskerzen kleiner. Dafür brennen Bienenwachskerzen aber lange und verströmen zudem oft einen angenehmen Duft.

·         Bio-Kerzen bestehen aus heimischen und nachwachsenden Pflanzenölen, bei denen keine Gentechnik zum Einsatz kam. Sind die Kerzen mit einem Gütesiegel zertifiziert, ist das meist ein Hinweis darauf, dass die verwendeten Rohstoffe aus einem nachhaltigen Anbau stammen.

·         Gel-Kerzen kennzeichnen sich durch ihre weiche, gelartige Konsistenz. Meist bestehen sie aus einem Gemisch aus Paraffinölen und Verdickungsmitteln. Da das Gel erst ab etwa 70 Grad schmilzt, brennen Gel-Kerzen langsam und lange. Allerdings können sie mitunter unangenehm riechen.

·         Duftkerzen werden vor allem aus Palmöl hergestellt, das mit verschiedenen Duftstoffen angereichert wird. Palmöl bietet sich deshalb an, weil es als gehärtetes Fett die Duftstoffe gut bindet.

·         LED-Echtwachs-Kerzen sehen aus wie echte Kerzen. Denn die Kerzen als solches sind wie richtige Kerzen aus Wachs hergestellt. Allerdings haben die Kerzen keinen Docht und werden auch nicht angezündet. Stattdessen ersetzt ein kleines LED-Lämpchen die Flamme. Dabei gibt es LED-Kerzen, bei denen die Flamme flackert und ausgepustet wird. Betrieben werden die Kerzen mit Batterien. Zum Einschalten gibt es einen Knopf auf der Unterseite oder eine Fernbedienung. Inzwischen sind LED-Echtwachs-Kerzen in wirklich guter Qualität und in täuschend echter Optik erhältlich. Insofern eignen sie sich hervorragend als brandsichere Alternative.

 

Zwei wichtige Gütesiegel bei Kerzen

Beim Kauf von Kerzen sollte darauf geachtet werden, dass sie das Gütezeichen RAL haben. Dieses Gütezeichen steht für geprüfte Kerzen, die aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich sind. Die Kerzen verbrennen schadstoffarm und rußen wenig. Ist eine kostengünstige Paraffinkerze mit dem RAL-Gütesiegel ausgezeichnet, muss sie also nicht schlechter sein als eine teurere Stearin- oder Bienenwachskerze.

Wer auf Nachhaltigkeit Wert legt, sollte nach dem RSPO-Siegel Ausschau halten. Das Kürzel RSPO steht für Roundtable on Sustainable Palm Oil, zu Deutsch: runder Tisch für nachhaltiges Palmöl. Das Siegel verweist darauf, dass die Kerze aus Palmöl gefertigt ist, das aus einem kontrollierten, nachhaltigen und gentechnikfreien Anbau stammt.

 

Der richtige Umgang mit Kerzen

Oft werden Kerzen nicht unmittelbar vor der Geburtstagsfeier gekauft, sondern schon einige Zeit vorher. Oder bei der Geburtstagsparty werden alte Kerzenvorräte aufgebraucht. Wichtig ist dann, die Kerzen richtig zu lagern. So sollten Kerzen an einem dunklen und eher kühlen Ort aufbewahrt werden.

Ideal ist, wenn die Kerzen flach liegend und nach Farben sortiert gelagert werden. Denn Kerzen in verschiedenen Farben könnten gegenseitig abfärben. Sind die Kerzen verstaubt oder anderweitig verschmutzt, können sie mit einem Stück Nylonstrumpfhose oder einem weichen Tuch, das in ein Gemisch aus Wasser und etwas Spiritus getaucht wurde, gut gereinigt werden.

Wie lange eine Kerze brennt, hängt davon ab, aus welchen Rohstoffen und in welchem Verfahren sie gefertigt wurde. Dabei gibt es drei Fertigungsverfahren bei der Kerzenherstellung, nämlich das Pressen von kleinen Paraffin- oder Stearinkügelchen, das Gießen und das Ziehen. Eine gezogene oder gegossene Kerze brennt länger als eine gepresste Kerze, auch wenn die Kerzen gleichgroß sind und gleich aussehen.

Damit eine Kerze sauber und möglichst lange brennt, ist folgendes wichtig:

·         Der Docht sollte auf 1 cm, höchstens 1,5 cm gekürzt werden. Ist der Docht zu lang, rußt die Kerze beim Verbrennen. Gleiches gilt bei Zugluft und einem verschmutzten Brennteller.

·         Dicke Stumpenkerzen oder Kerzen mit mehreren Dochten sollten immer solange brennen, bis der gesamte Brennteller flüssig ist. Andernfalls entstehen trichterartige Vertiefungen und die Flamme ertrinkt in dem flüssigen Wachs.

·         Hat sich ein hoher Rand gebildet, sollte er mit einem Messer bis zum Brennteller weggeschnitten werden. Dadurch brennt die Kerze gleichmäßig weiter runter.

·         Um die Kerze zu löschen, kann entweder ein sogenanntes Löschhütchen verwendet werden. Dadurch wird die Flamme erstickt. Oder die Flamme wird vorsichtig ausgepustet, der Docht kurz in das flüssige Wachs getaucht und sofort wieder aufgerichtet. Der Doch qualmt dadurch nicht nach und beim nächsten Mal lässt sich die Kerze problemlos anzünden.

 

7 Sicherheitshinweise

Kerzen sehen toll aus und sorgen für ein warmes, stimmungsvolles Licht. Aber bei Kerzen ist Feuer im Spiel.

Deshalb müssen folgende Sicherheitshinweise beachtet werden:

1.       Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen.

2.       Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen wie Vorhängen, Papiergirlanden oder trockenen Blumengestecken aufstellen.

3.       Kerzen immer so aufstellen, dass sie fest, stabil und kippsicher stehen.

4.       Kerzen so positionieren, dass sie für Kinder und Haustiere unerreichbar sind und auch beim Vorgehen nicht versehentlich umgestoßen werden können.

5.       Kerzen mit genug Abstand zueinander aufstellen. Andernfalls bringen sie sich gegenseitig zum Schmelzen.

6.       Das Streichholz, das fürs Anzünden verwendet wurde, nicht in den Brennteller legen.

7.       Kerzen vor Zugluft schützen.

Die Sicherheitshinweise sind auf der Kerzenverpackung aber auch aufgedruckt. Und bei einigen Kerzen findet sich der Hinweis, dass es sich um selbstlöschende Kerzen handelt. Selbstlöschend bedeutet, dass die Kerze am Boden ein kleines Metallplättchen hat. Dieses Metallplättchen sorgt dafür, dass die Kerze ausgeht, bevor sich das restliche Wachs im Untersetzer entzünden kann. Neben Teelichtern werden inzwischen auch andere Kerzen mit diesem Brennschutz ausgestattet. Aber: Ein Restrisiko bleibt. Auch eine selbstlöschende Kerze darf also nie unbeaufsichtigt brennen gelassen werden.

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