Brot und Salz zum Einzug schenken: Infos und Tipps rund um den Brauch
Nicht nur zum Geburtstag oder zu Weihnachten sind Geschenke üblich. Auch zum Einzug Brot und Salz zu schenken, hat eine lange Tradition. Wir erklären, was es mit diesem Brauch auf sich hat! Als symbolisches Geschenk überbringst du mit Brot und Salz Glückwünsche nach einem Umzug. Aber den Brauch gibt es nicht nur, wenn jemand eine neue Wohnung oder ein neues Haus bezieht. Auch zur Hochzeit und sogar zur Geburt wird gerne ein frisches Brot mit Salz überreicht.

Doch wieso ausgerechnet Brot und Salz? Was symbolisieren die Lebensmittel? Woher kommt der Brauch? Wer sollte das Geschenk übergeben? Und wie kann ich die traditionelle Gabe stilvoll verpacken?
Wir haben Infos und Tipps für dich!:
Inhalt
Wo hat der Brauch, Brot und Salz zu verschenken, seine Wurzeln?
Der Brauch, jemandem Brot und Salz zu schenken, hat eine sehr lange Tradition. Sie reicht bis ins Mittelalter zurück. Seinerzeit waren die beiden Lebensmittel nicht nur sehr wertvoll, sondern galten nach christlichem Glauben auch als Geschenke des Himmels.
Heute hat das Geschenk in erster Linie einen symbolischen Wert. Du schenkst Brot und Salz, um den Bewohnern zu wünschen, dass sie sich in ihrem neuen Zuhause wohlfühlen, glücklich sind und sesshaft werden, aber auch, dass es ihnen an nichts mangelt.
In Europa gehören Brot und Salz seit jeher zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln, die stets in jedem Haushalt vorhanden sein sollten. Doch in Zeiten, in denen Kriege herrschten oder die Ernten schlecht waren, wurden die Lebensmittel besonders kostbar. Wer sie besaß, galt als glücklich und gesegnet.
Schon im Mittelalter war Brot für viele Menschen eine Speise, die sie zum Überleben brauchten. Salz hingegen stand einerseits sinnbildlich für die Würze des Lebens und hatte andererseits einen praktischen Nutzen.
Denn es konnte verwendet werden, um andere Lebensmittel haltbar zu machen. Außerdem glaubte man, dass diese Himmelsgeschenke vor dem Teufel und dem Unheil schützten. Deshalb entwickelten sich Brot und Salz zu beliebten Geschenken, die Glück und Wohlstand bringen und gleichzeitig Unglück fernhalten sollten.
Doch nicht nur bei einem Einzug werden gerne Brot und Salz überreicht. Auch zur Hochzeit gibt es diesen Brauch. Dann soll das Geschenk das dauerhafte Bündnis des Paares stärken und ihm Fruchtbarkeit bescheren.
In Norddeutschland gibt es zudem den Brauch, ein Neugeborenes mit Brot und Salz auf der Welt willkommen zu heißen und ihm so ein glückliches Leben zu wünschen. Dafür werden einige Brotkrümel und Salz in eine Windel gestreut und den Eltern überreicht.
Wer sollte das traditionelle Geschenk verschenken?
Die Symbolik hinter Brot und Salz macht die Lebensmittel zum idealen Einweihungsgeschenk, wenn du jemandem alles Gute für sein neues Zuhause wünschen möchtest.
Aber wer sollte das traditionsreiche Geschenk überreichen? Wird das Einweihungsgeschenk normalerweise von der Familie, den engsten Freunden, den Nachbarn, den Arbeitskollegen oder Bekannten verschenkt?
Es gibt keine festen Regeln oder bestimmten Personen, denen das Einweihungsgeschenk vorbehalten bleibt. Stattdessen kann jeder auf den Brauch zurückgreifen.
Doch so schön die Tradition auch ist, wäre es nicht unbedingt sinnvoll, wenn die Beschenkten am Ende weit mehr Brote und Salz daheim hätten, als sie verbrauchen können.
Planst du ein Einweihungsgeschenk, ist es deshalb ratsam, dich mit den anderen Gästen abzusprechen. So könnt ihr gemeinsam ein größeres Brot besorgen und das restliche Geld in ein besonderes Salz oder auch einen hochwertigen Salzstreuer, eine Salzmühle oder ein Brotmesser investieren.
Eine andere Möglichkeit ist, dass du kein frisches Brot kaufst, sondern stattdessen eine Brotbackmischung verschenkst. Sie ist wesentlich länger haltbar und bringt den Beschenkten nicht in die Lage, seine Einweihungsgeschenke weitergeben oder gar entsorgen zu müssen.

Wie kann ich Brot und Salz hübsch verpacken?
Bleibt noch die Frage, wie aus Brot und Salz ein optisch ansprechendes Geschenk wird. Eine Möglichkeit ist, dass du einen hübschen Brotkorb besorgst. Bist du gerne handwerklich kreativ, kannst du den Korb natürlich auch selbst stricken, häkeln, flechten oder nähen.
Das Brot kannst du selbstverständlich ebenfalls selber backen. Dadurch bekommt das Geschenk eine noch persönlichere Note. Das Brot legst du in den Korb, stellst ein Glas oder einen Beutel mit Salz dazu und vervollständigst das Ganze mit einer Grußkarte.
Eine andere Möglichkeit ist, das Geschenk tatsächlich als Geschenk zu verpacken. Dafür eignet sich ein schönes Geschirrtuch sehr gut. Du kannst aber auch einfach Backpapier nehmen.
Das Brot wickelst du in das Tuch oder das Backpapier ein und bindest es mit einem schönen Band zusammen. Daran befestigst du ein Säckchen Salz. Je nachdem, aus welchen Zutaten das Brot besteht, runden getrocknete Ähren oder frische Kräuterzweige die Deko ab.
Möglich ist aber auch, das Geschenk ganz schlicht und ohne weitere Verpackung zu überreichen. Dafür eignet sich am besten ein rundes Brot mit einem Loch in der Mitte.
Viele Bäcker haben solche Brotringe im Sortiment oder backen sie auf Wunsch. Ansonsten kannst du das Brot auch selbst backen und dabei eine Kranzform verwenden.
Das Salz füllst du in ein Glas und stellst es in das Loch. Als Unterlage kannst du ein Schneidebrett aus Holz oder einfach einen Pappteller nehmen.
Übrigens: Wenn du dein Einweihungsgeschenk überreichst, sagst du traditionell: „Brot und Salz, Gott erhalt’s.“ Dieser Spruch soll den Bewohnern Glück und Wohlstand bringen. Aber es spricht natürlich nichts dagegen, persönliche Worte zu wählen.
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