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Wie das Hufeisen zum Glücksbringer wurde und wird

Wie das Hufeisen zum Glücksbringer wurde und wird

Hierzulande gibt es ein paar Symbole, die als Glücksbringer gelten. Zu diesen Symbolen gehören unter anderem der Marienkäfer, das vierblättrige Kleeblatt, das Glückschwein und der Schornsteinfeger.

Die Glückssymbole sind häufig auf Geburtstagskarten zu finden, um dem Geburtstagskind auf diese Weise viel Glück im neuen Lebensjahr zu wünschen. Außerdem werden die Glücksymbole gerne als Karten, als Figuren aus Marzipan oder als Deko zu Neujahr verschenkt, damit das neue Jahr ein glückliches Jahr wird. Ein anderes, sehr beliebtes Glücksymbol ist das Hufeisen.

Aber was hat es damit eigentlich auf sich?

Wie das Hufeisen zum Glücksbringer wurde (und wird)

Es gibt verschiedene Geschichten und Theorien dazu, warum ein Hufeisen Glück bringen soll. Eine Legende erzählt vom Prälaten Dunstan, der später Bischof von Canterbury wurde. Der Geistliche war nicht nur ein Mann der Kirche, sondern auch ein begnadeter Schmied.

Eines Tages stand der Teufel persönlich vor seiner Tür und bat Dunstan darum, ihm ein Hufeisen für seinen Pferdefuß zu schmieden. Dunstan führte den Teufel daraufhin in seine Schmiede.

Dort band er den Teufel am Amboss fest und verprügelte den Höllenfürst solange mit dem Schmiedehammer, bis dieser um Gnade winselte. Der Kirchenmann nahm dem Teufel schließlich ein Versprechen ab: Er würde den Teufel losbinden, wenn dieser schwören würde, sich nie mehr an einem Ort blicken zu lassen, an dem ein Hufeisen hängt. Der Teufel ließ sich darauf ein und seitdem schützen Hufeisen vor dem Bösen.

Eine andere Theorie ist zwar nicht ganz so spektakulär, dafür aber glaubwürdiger. Pferde waren sehr wertvolle Tiere, die ein hohes Ansehen genossen und Sinnbilder für Kraft und Stärke waren.

Allerdings hatten die edlen Tiere eine große Schwachstelle, nämlich die Hufe. Kaum hatte ein Pferd ein paar längere Strecken über verschiedene Untergründe zurückgelegt, wurde aus dem schnellen, kraftvollen Ross ein lahmendes Tier, das kaum noch zu gebrauchen war.

Die Erfindung des Hufeisens sollte die entscheidende Wende bringen. Mit Hufeisen beschlagen, konnten die edlen Rösser viel länger eingesetzt werden. Und wenn ein Hufeisen ein Pferd so viel länger stark, schnell und kraftvoll machen könnte, musste es auch den Menschen schützen können. Verstärkt wurde die Schutzwirkung zusätzlich dadurch, dass Hufeisen aus Eisen hergestellt wurden. Geschmiedetem Eisen, das durch die Kraft des Feuers gebändigt worden war, wurden Zauberkräfte nachgesagt.

So sollte Eisen in der Lage sein, böse Geister abzuwehren und vor Unfällen, Bränden und Naturkatastrophen schützen. Außerdem sollte Eisen unverwundbar machen. Aus diesem Grund trugen beispielsweise Ritter schwere Rüstungen aus Eisen, wenn sie Turniere bestritten oder in kriegerische Auseinandersetzungen zogen.

Eine dritte Erklärung besagt, dass ein gefundenes Hufeisen von einem Pferd aus der sogenannten Wilden Jagd stammen muss. Der alte Mondkalender ging davon aus, dass ein Jahr nur 354 Tage hatte. Die zwölf Tage und elf Nächte zwischen der Geburt Jesu Christi und der Ankunft der drei Weisen aus dem Morgenland, also die Zeit zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar, fehlten. Diese Tage und Nächte wurden tote Tage, Zwölfte, Zwölfnächte oder Rauhnächte genannt.

Gleichzeitig fanden in dieser Zeit in vielen Kulturen magische Rituale und schützende Handlungen statt. Hierzu gehörte auch die Wilde Jagd, bei der Geister über den Himmel zogen. Das eiserne Hufeisen, das die Geister auf ihrem Zug offensichtlich verloren hatten, sollte nun Schutz vor eben diesen Geistern bieten. Einer anderen Theorie zufolge sollen Hufeisen deshalb Glück bringen, weil die Post früher mithilfe von Pferden transportiert wurde.

Insofern waren es auch die Pferde, die die Liebesbriefe und die guten Nachrichten überbrachten. Daneben gibt es die Version, dass Hufeisen Glücksbringer sind, weil ihre Form der Sichel des aufgehenden Mondes gleiche. Deshalb sollte das Hufeisen vermutlich für nächtlichen Schutz sorgen und zudem ein probates Heilmittel bei Mondsucht sein.

Wie ein Hufeisen hängen muss, damit es Glück bringt

Bis ins Mittelalter hinein wurden Hufeisen immer mit der Öffnung nach unten aufgehängt. Der Grund hierfür war der Glaube an die Zauberkräfte des Eisens. So sollten weder der Teufel noch seine Gefolgsleute in der Lage sein, unter einem Bogen aus Eisen hindurchzugehen.

Die Größe des Bogens spielte dabei keine Rolle, denn entscheidend war das Material. Sollte es der Teufel dennoch wagen, sich trotz seines Schwurs Menschen zu nähern, würde das Hufeisen außerdem direkt auf seinen Kopf fallen. Über einer Tür befestigt, sollte ein Hufeisen aber auch verhindern, dass Fremde oder Gesindel das Haus betraten oder der Blitz einschlägt.

An einem Schiffsmast aufgehängt, sollte das Hufeisen Garant für sichere Fahrten sein. Hinzu kam, dass das Glück heraus fließen und sich verteilen konnte, wenn das Hufeisen nach unten hin offen war. Hufeisen hingegen, deren Öffnung nach oben zeigte, galten als Teufelswerk, denn die nach oben zeigenden Schenkel ähnelten optisch den Hörnern des Teufels.

Später verbreiteten sich andere Theorien. So galt ein Hufeisen, das mit der Öffnung nach oben aufgehängt war, als Symbol für einen Brunnen, der das Glück auffing und sammelte. Wer auf Nummer sicher gehen wollte, befestigte einfach zwei Hufeisen nebeneinander, eines mit der Öffnung nach oben und eines mit der Öffnung nach unten.

Alternativ war möglich, das Hufeisen mit der Öffnung nach rechts aufzuhängen. Dadurch sah das Hufeisen aus wie ein C. Dieses C stand für Christus und sollte das Haus unter dessen Schutz stellen. Heute gibt es keine verbindlichen Empfehlungen dafür, wie ein Hufeisen richtig aufgehängt werden muss. Letztlich kann also jeder sein Hufeisen so befestigen, wie er es möchte.

Hufeisen müssen gefunden werden, damit sie Glücksbringer werden

Auch wenn die Befestigungsart keine Rolle spielt, so gilt, dass ein Hufeisen nur dann Glück bringt, wenn es gefunden wurde. Besonders viel Glück verspricht es, wenn sich auch noch mindestens drei Nägel an dem Hufeisen befinden.

Hintergrund hierfür ist, dass die Pferdehaltung einst nur dem Adel und sehr wohlhabenden Menschen vorbehalten werden. Um die Hufeisen zu befestigen, sollen seinerzeit Nägel aus Gold oder Silber verwendet worden sein. Verlor ein Pferd ein Hufeisen, wurden manchmal sogar Bedienstete losgeschickt, die es suchen sollten. Wenn nun jemand ein Hufeisen fand und es dem Besitzer zurückbrachte, erhielt er als Finderlohn üblicherweise einen der wertvollen Nägel.

Strenggenommen sollen aber nur die Hufeisen tatsächlich Glück bringen, die gefunden wurden, ohne dass danach gesucht wurde. So besagt es jedenfalls der Volksmund. Deshalb können Hufeisen, die gekauft und dann verschenkt werden, ihre Wirkung als Glücksbringer eigentlich nicht entfalten.

Allerdings haben auch solche Hufeisen einen Nutzen, denn sie sollen bei Bauchschmerzen helfen. Dazu wird ein Bier über ein feuergeschmiedetes Hufeisen, mit dem schon einmal ein Pferd beschlagen war, gegossen. Wird dieses Bier anschließend getrunken, sollen die Bauchschmerzen verschwinden.

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