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Warum der 30. Geburtstag vielen Kopfzerbrechen bereitet

Warum der 30. Geburtstag vielen Kopfzerbrechen bereitet

 

Die meisten Menschen freuen sich auf ihren Geburtstag. Es muss zwar nicht jedes Jahr groß gefeiert werden, aber trotzdem ist der Geburtstag irgendwie ein besonderer Tag. Doch beim 30. Geburtstag ist das anders. Vielen treibt es regelrecht den Angstschweiß auf die Stirn, wenn sich die Zahl 30 nähert.

Aber warum ist das eigentlich so?

 

Warum der 30. Geburtstag vielen Kopfzerbrechen bereitet…

In jungen Jahren malen sich viele ihr Leben so aus: Mit 30 ist man glücklich verheiratet. Man wohnt mit dem Partner, zwei Kindern und dem Familienhund im gemütlichen Eigenheim. Auch was den Job angeht, sind der Traumberuf gefunden und die ersten Schritte auf der Karriereleiter gemacht. Überhaupt sind die wichtigsten Lebensentscheidungen getroffen und die Verhältnisse geordnet. Diese Denkmuster sind in den Köpfen nach wie vor fest verankert.

Für viele ist das der Lebensverlauf, den sie als normal empfinden und sich, auch wenn es spießig sein mag, irgendwo sogar wünschen. Die Folge davon ist aber, dass der 30. Geburtstag so zu einem wichtigen Meilenstein wird. Die unbeschwerte Jugend scheint endgültig vorbei zu sein. Jemand, der 30 Jahre alt ist, sollte erwachsen sein und mit beiden Beinen fest im Leben stehen.

Diesen Konventionen tragen dann auch die üblichen Bräuche zum 30. Geburtstag Rechnung. So müssen Männer, die an ihrem 30. Geburtstag noch nicht verheiratet sind, eine öffentliche Treppe fegen. Der Brauch ist seit den 1950er-Jahren vor allem in Norddeutschland weit verbreitet. Er geht aber auf einen alten Volksglauben zurück, nach dem Menschen, die keine eigene Familie gegründet haben, im Jenseits überflüssige Arbeiten verrichten müssen. Traditionell konnte der 30-jährige Mann nur dadurch, dass ihn eine Jungfrau küsste, vom Fegen erlöst werden.

Da es sich aber als zunehmend schwierig erwies, eine Jungfrau zu finden, reicht inzwischen auch der Kuss einer unverheirateten Frau aus. Das Pendant für Frauen, die mit 30 noch immer nicht verheiratet sind, ist das Klinkenputzen. Manchmal wird auch ein Kranz aus Schachteln an der Wohnungstür aufgehängt, um darauf hinzuweisen, dass hier eine alte Schachtel wohnt.  

Die nicht ganz netten Geburtstagsbräuche nehmen die meisten 30-Jährigen durchaus mit Humor. Etwas ernüchternder fällt aber oft die Bilanz des bisherigen Lebens aus. Der eine fragt sich, ob seine Beziehung wirklich noch das Richtige ist, der andere ist ganz frisch wieder Single.

Im Job läuft es auch nicht so richtig und es stellt sich die Frage, ob es nicht besser wäre, den Arbeitgeber zu wechseln oder gleich etwas ganz anderes zu machen. Finanziell könnte es besser aussehen und vom chicen Eigenheim kann keine Rede sein – sofern man nicht ohnehin noch sein Kinderzimmer im Hotel Mama bewohnt. Unterm Strich bleibt oft als Fazit, dass von den Plänen und Zielen aus jungen Jahren nicht wirklich viele erreicht sind.    

 

… und warum die Panik unbegründet ist.

Trotzdem gibt es überhaupt keinen Grund, die Stirn in Sorgenfalten zu legen. Dies liegt allein schon daran, dass die Biographien heute anders verlaufen also noch vor 30 oder 40 Jahren.

Die jungen Generationen steigen viel später ins Arbeitsleben ein und sein gesamtes Berufsleben lang nur bei einem einzigen Arbeitgeber tätig zu sein, ist heute die absolute Ausnahme. Ganz im Gegenteil wird es lieber gesehen, wenn ein Arbeitnehmer flexibel ist, sich neuen Herausforderungen stellt und bereit ist, seinen Arbeitsplatz wechseln, um sich fachlich weiterzuentwickeln und beruflich voranzukommen. Auch in Sachen Partnerschaft hat sich vieles verändert.

Heute ist es eher selten, dass gleich die erste Beziehung zu Hochzeit und Kindern führt. Überhaupt braucht es gar keinen Trauschein mehr, um sich in trauter Zweisamkeit Tisch und Bett zu teilen. Das traditionelle Familienmodell mit dem Mann als Ernährer und der Frau als Hausfrau und Mutter können sich viele wirtschaftlich gar nicht leisten, andere entscheiden sich bewusst dagegen.

Die Gesellschaft akzeptiert es, wenn jemand mit 30 noch zu Hause wohnt, sein Leben lang überzeugter Junggeselle bleibt, erst mit 40 über eine Familie nachdenkt oder mit 70 in eine WG zieht. Es wird also auch Zeit, die antiquierten Vorstellungen rund um den 30. Geburtstag abzulegen.

Hinzu kommt, dass es überhaupt keinen Sinn macht, sich ständig mit anderen zu vergleichen. Selbstverständlich gibt es Leute, die mit 30 ein glückliches Familienleben führen, in einem tollen Eigenheim wohnen oder eine steile Berufskarriere hingelegt haben. Aber es gibt eben auch genauso viele, die mit 30 schon ihre zweite Scheidung hinter sich haben, ihre dritte Ausbildung anfangen oder gerade so die Miete für die kleine Einzimmerwohnung aufbringen können.

Außerdem neigen Menschen bei einem Vergleich dazu, immer nur das zu sehen, was sie sehen wollen. Mag sein, dass der Schulfreund Familienvater ist, einen soliden Job hat und ein nettes Reihenhäuschen bewohnt. Aber bedeutet das automatisch, dass er mit seinem Leben glücklicher und zufriedener ist als ein 30-Jähriger, der ein komplett anderes Leben führt? Das Lebensglück hängt nicht von Einzelfaktoren wie dem Status oder dem Job ab, sondern es zählt immer das Gesamtpaket.

Außerdem ist mit 30 gerade einmal ein Drittel des Lebens vorbei. Positiv ausgedrückt heißt das, dass zwei Drittel noch vor dem Geburtstagskind liegen. Um Ziele zu erreichen, Pläne zu schmieden, sich Wünsche zu erfüllen und Träume zu hegen, ist es nie zu spät. Gerade die älteren Generationen, die sich sie neuerdings modern und selbstbewusst 50+, Best Ager oder Silver Surfer nennen, leben doch eindrucksvoll vor, dass die Ausrede “Dafür bin ich zu alt.” nicht zählt.

Natürlich ist der 30. Geburtstag ein wichtiger Geburtstag. Vielleicht ist er auch ein Wendepunkt im Leben. Und es spricht nichts dagegen, sich zu fragen, was schon geschafft ist und was noch erreicht werden soll.

Nur: Ist nicht jeder andere Geburtstag genauso wichtig?

Genauso ein Wendepunkt? Und genauso eine gute Gelegenheit, um zu überlegen, wohin die Reise gehen soll? Das Leben ändert sich nicht abrupt, nur weil jemand gestern noch 29 war und heute schon 30 ist. Am Ende des Tages ist 30 einfach nur eine Zahl, mehr nicht.

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